Betriebe in die Schulen – neue Initiative zur Berufsorientierung

Die solide Ausbildung unserer Jugendlichen liegt Mike Bischoff besonders am Herzen. Seine Forderung “Berufsausbildung muss schon in der Schule beginnen” hat an Aktualität nichts eingebüßt. Unternehmer beklagen häufig mangelnde Motivation, geringe berufliche Orientierung und fehlende Kenntnis über regionale Ausbildungschancen der Schüler. Es sollte mehr Möglichkeiten geben, regionale Ausbildungsbetriebe und Schüler, also die Azubis von morgen, zusammen zubringen. Deshalb hat sich Mike Bischoff gemeinsam mit Schwedter Fachlehrern für Wirtschaft, Arbeit und Technik entschlossen, regionale Unternehmen zu einem Projekttag an Schwedter Schulen einzuladen und diese Initiative “Betriebe in die Schulen” genannt. Am 2. Juli 2010 startete das Projekt erstmalig an der Gesamtschule Talsand. Betriebe und Institutionen aus den Berufsbereichen Industrie, Handwerk und dem Dienstleistungssektor stellten allen Achtklässlern ihre speziellen Berufsbilder und Ausbildungsmöglichkeiten vor. Fachhochschulen informierten über Studienangebote. Ziel war es , mit diesem Projekt zunächst das Intresse der Schüler und Schülerinnen für einen der genannten Bereiche zu wecken, bevor sie sich für eine Ausbildung in ihrem Wunschberuf oder für ein Studium entscheiden. Die Unternehmen präsentierten ihre Ausbildungsberufe auf recht unterhaltsame  Art.  Herr Mägel, Ausbildungsleiter  bei der  LEIPA  Georg  Leinfelder GmbH Schwedt, machte z. B. deutlich, dass ohne den Rohstoff Papier im täglichen Leben gar nichts geht .  Und das  bereits  schon  am frühen  Morgen! Auch am Rande erfuhren die Achtklässler viel Interessantes .  Oder hätten Sie gewußt, dass es in der Bundesrepublik mehr als 300 Hochschulen und etwa 9000 Studiengänge gibt? Im Anschluss standen die Vertreter der Betriebe und Hochschulen den Schülern für Einzelgespräche zur Verfügung. Jeder der rund 100 Schüler, der sich von einem konkreten regionalen Berufsbild angesprochen fühlte oder dessen Interesse für ein Studium geweckt worden war, konnte sich gezielt im persönlichen Gespräch über Praktikachancen, Zulassungsvoraussetzungen oder weiteren Besonderheiten erkundigen. Am Ende dieses besonderen Projekttages waren sich alle einig: das  Pilotprojekt hat seine Feuertaufe bestanden und geht weiter. Ein Dankeschön an folgende Betriebe und Hochschulen,  die trotz zeitlicher Engpässe das Vorhaben unterstützten und  sich am Projekt beteiligten: LEIPA Georg Leinfelder GmbH, Buchen Umweltservice GmbH, UPM-Kymmene Papier GmbH & Co. KG, Meisterbetrieb Dachdecker Falko Meiszies, Grüner Flor GmbH, Hilzinger GmbH Fenster und Türen NL  Angermünde,  Asklepios Klinikum Uckermark, WDU Dienstleistung GmbH, AWO Ortsverein Schwedt e. V., Stadtsparkasse Schwedt, Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH), Technische Hochschule Wildau (FH), Agentur für Arbeit Schwedt.