Gegen steigende Grenzkriminalität

Immer dreister und rücksichtsloser gehen Diebe, die zum Teil schon in Banden organisiert sind, entlang der deutsch-polnischen Grenzregion vor. Jetzt soll ihnen das Handwerk gelegt werden. Bei einem Gespräch mit Ministerpräsidenten Matthias Platzeck, uckermärkischen Unternehmern und anderen Vertretern aus Politik, Polizei und Gewerkschaft kündigte man den Aufbau einer Sicherheitspartnerschaft mit den Unternehmern an, um Firmeneinbrüche künftig zu verhindern. Vom Einsatz  zusätzlicher Bereitschaftspolizei und der Verwendung von künstlicher DNA zur Kennzeichnung von diebstahlsbedrohten Kraftfahrzeugen und Landmaschinen war die Rede. Auf Initiative des Landtagsabgeordneten Mike Bischoff, der eine diesbezüglich Kleine Anfrage an die Landesregierung gestellt hatte, will man die Zugriffrechte der im Grenzraum tätigen Zollbeamten ausbauen. Bisher dürfen diese nicht selbstständig Straftäter festnehmen. Für die Zollbeamten gilt lediglich das „Jedermanns-Recht“, wonach jemand, der auf frischer Tat angetroffen wird und der der Flucht verdächtig ist, durch jedermann festgehalten werden kann.