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Gegen AKW an der Oder

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Die polnische Regierung plant derzeit den Bau ihrer ersten zwei Atomkraftwerke. Die Planungen sehen unter anderem in der Grenzstadt Gryfino einen möglichen und geeigneten Standort. Ein Hauptargument für den Standort ist der deutsch-polnische Grenzfluss Oder, der genügend Kühlwasser bereit stellen soll. Dagegen wurden inzwischen 20.000 Unterschriften gesammelt. Mit der Bürgerinitiative “Atomkraftfrei leben in der Uckermark ” (AflUM) hat sich starker Widerstand gegen diese Pläne organisiert.  Mehr dazu auch unter www.aflum.de

Eine aktuelle Forsa-Umfrage zeigt, dass 66 Prozent der Deutschen den Atomkraftausstieg befürworten oder ihn sogar noch beschleunigen wollen. Die Zustimmung für den Bau neuer AKW in der Region ist auf beiden Seiten der Oder sehr gering.

Schäden für die Umwelt

Um den geplanten Platz des möglichen AKW befindet sich geschützte Naturlandschaften, u.a. der Nationalpark “Unteres Odertal”. Ein Atomkraftwerk inmitten dieser Landschaften würde nicht nur dem Tourismus einen erheblichen Rückschlag verpassen, sondern sich auch negativ auf das Ökosystem auswirken. Durch die Abwässer eines benachbarten Kohlekraftwerkes erwärmt sich die Oder bereits jetzt deutlich.

Risiken nicht abzusehen

Am 26. April 1986 wurden die Risiken der Atomenergie so deutlich wie noch nie. Die Katastrophe von Tschernobyl zeigt uns, wie unberechenbar die Atomenergie ist, wenn sie einmal außer Kontrolle gerät. Alleine die Möglichkeit eines Super-GAU und deren verheerenden Auswirkungen, macht die Energieform aus dem vergangenen 20. Jahrhundert unberechenbar.

Risikoreich sind nicht nur Atomkraftwerke selbst, sondern auch die Entsorgung des radioaktiven Materials. Wie uns der Skandal um das Endlager Asse deutlich zeigt. Deren Lasten müssen noch hundert Generationen nach uns tragen.

Der Atomausstieg der Rot-Grünen-Bundesregierung muss beibehalten werden. Als Vorreiter der Idee eines Atomstromfreien und auf erneuerbaren Energien aufbauenden Landes, können wir es nicht zulassen das uns unsere Nachbarn einen solchen altanbackenden Energie produzierenden Klotz vor die Nase stellen.

Gemeinsam ist besser

Deutschland exportierte allein im Jahr 2008 soviel Energie ins Ausland wie zwei Atomkraftwerke produzieren würden. Besonders Brandenburg ist reich an Energien. Das Land ist Vorreiter bei der Umsetzung von regenerativen Energien. Durch eine gemeinsame europäische Energiepolitik wäre es möglich, das Know-How und die Standortvorteile eines jeden Landes zu bündeln und so eine effiziente Energieversorgung in der EU herzustellen. Und das ohne Atomenergie.

Film von TVAL